Termin für den »Niederrhein-Renntag«

Dröhnendes Schweigen aus der Hauptstadt

Montag, 12.12.2022

Im Nachgang der Terminsitzung für die deutschen Trabrennveranstaltungen des bevorstehenden Jahres hatte der Rennverein Heisterfeldshof am 16. November von der Ablehnung seines Antrags für den großen »Niederrhein-Renntag« am 10. September berichtet. Trotz des fragwürdigen Verfahrens, in dem die folgenschwere Entscheidung auf Antrag des Berliner Trabrenn-Vereins mittels einer Abstimmung unter den anwesenden Vertretern der so genannten A- und B-Bahnen herbeigeführt wurde, zeigte sich Uwe Zevens damals noch zuversichtlich im Nachhinein eine vernünftige Lösung zu finden. Sein Glaube an die Ratio hat sich bis zum heutigen Tag jedoch nicht bestätigt.

Es ist nicht der HVT am anderen Ende – Foto: Rennverein

»Nachdem wir nur durch Sitzungsteilnehmer davon erfahren hatten, dass wir als so genannte C-Bahn zum Schutze der Derby-Bahn nicht am Sonntag veranstalten sollen und uns der Samstagtermin später ungefragt einfach zugewiesen wurde, war ich damals natürlich davon ausgegangen, dass auf unsere Pressemitteilung eine Reaktion der Verantwortlichen erfolgt. Diese ist jedoch schlicht ausgeblieben«, schüttelt der am 2. Dezember 62 Jahre alt gewordene Vorstandsvorsitzende den Kopf. Vielmehr bleibt der Hauptverband für Traberzucht in Berlin-Mariendorf auch auf Anfrage jegliche Antwort schuldig. »Nachdem wir aus der Hauptstadt nichts als dröhnendes Schweigen vernommen haben, fragten wir am 21. November dann per E-Mail nach und baten um eine schriftliche Bestätigung der Ablehnung unseres Antrags für den zweiten September-Sonntag inklusive einer ausführlichen Begründung. Die HVT-Führungsriege blieb erneut stumm und rührte sich auch nicht nach einer weiteren telefonischen Anfrage in der vergangenen Woche«, schildert Zevens einen Vorgang, der in Sportarten, die im Fokus des öffentlichen Interesses stehen, kaum vorstellbar erscheint.

Vor diesem Hintergrund erstaunen die Worte von HVT-Präsidentin Maren Hoever in einem kürzlichen Interview. »Ich bin für Information, möglichst in Gesprächsrunden – mancher Unmut kann damit vermieden werden«, teilte sie der sehr überschaubaren Trabergemeinde auf Anfrage mit. »Das hört sich sehr gut an. Die einfache und kurzfristige Beantwortung unserer Anfragen durch den Hauptverband wäre vielleicht eine gute Gelegenheit mit der Informationsoffensive ganz vorsichtig zu beginnen. Wir warten gespannt und werden die Interessierten in dieser Angelegenheit weiterhin auf dem Laufenden halten«, schmunzelt ein nach den gemachten Erfahrungen noch alles andere als überzeugter Uwe Zevens.

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Foto: © by Dirk Sandkühler
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