Vier Starts, vier Siege

Optimaler Saisonstart für For Children Living

Mittwoch, 29.03.2023

Das Aushängeschild des Stalles For Children Living, der letztjährige Seriensieger Hope For Children, hat seit nunmehr sieben Monaten keinen Wettkampf mehr bestritten. Dennoch hat die Besitzergemeinschaft am Anfang der neuen Saison allen Grund zur Zufriedenheit und dürfte optimistisch auf die kommenden Wochen blicken, denn im Schatten von Hope hat Trainer Uwe Zevens auf seinem Heisterfeldshof in Bedburg-Hau zwei hoffnungsvolle Nachfolger geformt.

Bereits 2022 auf sich aufmerksam gemacht hat der nach Sänger Nino de Angelo benannte DeAngelo ForChildren, indem er von seinen acht Engagements nicht weniger als sechs auf dem ersten Platz beendete. Dem Halbbruder von Hope For Children galten dementsprechend hohe Erwartungen als er Ende Februar in Mönchengladbach aus einer sechseinhalbmonatigen Pause zurückkehrte und dabei ernstzunehmende, aber durchaus schlagbare Konkurrenz traf. In der Hand von Amateurfahrer Jörg Hafer hielt der Charity-Traber sich beim Comeback unterwegs dennoch aus allem heraus, machte sich erst auf der letzten Überseite aus hinteren Regionen auf den Vormarsch, um den Nimczyk-Traber Perfect Dream (Tom Karten) dann bis zum Zielpfosten noch sicher niederzuringen.

DeAngelo ForChildren bei einem früheren Erfolg mit Uwe Zevens in Dinslaken – Archivfoto © Julian Holsteg

Deutlich offensiver ging Sina Baruffolo beim zweiten Start des Wallachs zu Werke. Ebenfalls in einer Prüfung für Hobbyfahrer dirigierte die 31-jährige ihren vierbeinigen Partner bereits im ersten Bogen an die Spitze des Feldes und behielt das Heft des Handelns in der Folge jederzeit in der Hand. Als es zu Beginn des Einlaufs für einen Moment so aussah als könne DeAngelo der Attacke von Herausforderin Heda de Bry (Tom Karten) nicht standhalten, reagierte Baruffolo souverän mit dem Ziehen der Ohrenwatte, woraufhin der Fünfjährige sich umgehend wieder ins Zeug legte, den Spieß schnell umdrehte und einem weiteren souveränen Erfolg entgegen stiefelte.

Zweimal sicher voraus hieß es also für DeAngelo ForChildren nach der Pause, womit der Federal Flex-Sohn sein Soll mehr als erfüllte, aber dennoch etwas hinter der Performance von Stallgefährtin WETTSTAR ForChildren zurückblieb. Trainer und Besitzer hatten viel Geduld mit der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfenen Stute aufbringen müssen, für die sie nun gleich mit einem Doppelerfolg belohnt wurden. Im Alter von sechs Jahren bestritt die Braune am 18. März auf der 1.000 Meter-Piste in Mönchengladbach ihr Debüt und gestaltete dieses von der Spitze aus nach Fehlern des einzig noch gefährlich wirkenden Verfolgers im Schlussbogen zu einer One Horse Show.

Nur zwei Tage später legte die Spätzünderin dann auf der größeren Bahn in Gelsenkirchen nicht weniger beeindruckend nach. Erneut von Trainer Uwe Zevens gesteuert, übernahm sie nach dem ersten Bogen eingangs der Tribünengeraden das Kommando und gab dieses bis zur Linie nicht mehr aus der Hand. Auch bei dieser Gelegenheit ließ WETTSTAR die Konkurrenz soweit hinter sich, dass der Zielrichter nur mit »überlegen« Urteilen konnte. Insgesamt hat die Virgill Boko-Tochter damit innerhalb von drei Tagen 1.000 Euro verdient. Zusammen mit den Gewinnen von DeAngelo ForChildren kommen damit im noch jungen Jahr bereits 2.250 Euro zu Gunsten der Aktion For Children Living zusammen.

»Schiffmann-Memorial« nicht als Zuchtrennen

Weniger erfreuliche Nachrichten gibt es vom Heisterfeldshof in Bezug auf das »Ben Schiffmann-Memorial«, das nach dem erfolgreichen Debüt im letzten Jahr erneut als Zuchtrennen durchgeführt werden sollte, bis zum ersten Einsatz-Termin am 1. März jedoch deutlich zu wenige Nennungen erhielt. »Letztlich war das Interesse an dem 50.000 Euro-Rennen nicht groß genug. Wir konnten nur 39 Nennungen verzeichnen – die meisten erstaunlicherweise in der Frei für alle-Klasse – womit eine wirtschaftliche Tragfähigkeit nicht annähernd gegeben ist. Deswegen wird das Schiffmann-Memorial nicht wie geplant stattfinden, in anderer Form aber dennoch im Mittelpunkt unserer Rennveranstaltung am 16. September stehen«, sagt Uwe Zevens als Vorstandsvorsitzender des Rennvereins Heisterfeldshof.

»Niederrhein-Renntag« mit Amateur- und Profimeisterschaften

In Planung sind außerdem Meisterschaften für Amateurfahrer und Profis, die für gute sportliche Unterhaltung garantieren und einmal mehr zahlreiche Besucher nach Bedburg-Hau locken sollen. Schließlich steht auch beim »17. Niederrhein-Renntag« der gute Zweck im Mittelpunkt. Seit Jahren unterstützt der Rennverein die Aktion For Children Living zu Gunsten der Elterninitiative der Kinderkrebsklinik Düsseldorf mit Erfolg.

Nachdem der »Niederrhein-Renntag« von 2013 bis zum letzten Jahr sonntags ausgetragen wurde, veranstaltet man 2023 am Samstag. Nachdem ein Antrag auf den Termin am 10. September abgelehnt wurde, entschieden sich Uwe Zevens und seine Mitstreiter dafür, auf den 16. September auszuweichen.

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Foto: © by Dirk Sandkühler

Noch 107 Tage
bis zum Renntag
am 16. September 2023

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