Sportliche Vorschau zum Renntag
Bedburg-Hau 2012 – What a (Sport)Feeling!
Mittwoch, 05.09.2012
(bedburg-press) Mit einer Aufstockung der ohnehin stets über dem üblichen Niveau liegenden Rennpreise um fast 50 % gegenüber dem Vorjahr waren beim Rennverein Heisterfeldshof Bedburg-Hau e.V. natürlich auch die Erwartungen auf eine entsprechende Resonanz für den 7. Niederrhein-Renntag deutlich höher angesiedelt.
Als sich der »Pulverdampf« nach einer mehrstündigen Starterangabe, für die der Niederrheinische Trabrennverein in Dinslaken dankenswerterweise seine Infrastruktur zur Verfügung gestellt hatte, langsam setzte, herrschte bei den Verantwortlichen ein nahezu uneingeschränktes Gefühl der Zufriedenheit. Vor allem dank des Einsatzes zahlreicher niederländischer Trainer und Besitzer, die trotz zweier Jahrgangs-Zuchtrennen im Wolvega den Weg nach Bedburg-Hau fanden, kann man am Samstag ab 13:00 Uhr (erster Start um 13:30 Uhr) ein Sportprogramm anbieten, das vielen so genannten »Großkampftagen« auf den regelmäßig veranstaltenden deutschen Bahnen gut zu Gesicht stehen würde.
Schafft Henk Grift mit dem von ihm trainierten
My Winner (Fahrer: Roland Hülskath) in diesem
Jahr die Triplette?Natürlich ist der wiederum von der Volksbank Kleverland e.G. gesponserte Niederrhein-Marathon (10.000 Euro / 3000 Meter) der Blickfang des Nachmittags, denn Henk Grift will mit My Winner (Roland Hülskath) diesen »Klassiker« auf dem Heisterfeldshof zum dritten Mal in Folge gewinnen. Man muss dabei berücksichtigen, dass der fast 600.000 Euro schwere Wallach nicht nur schon 12 Jahre alt ist, sondern zum dritten Mal mit der Höchstzulage von 75 Metern ins Rennen gehen muss. Er teilt damit das Schicksal von Magnat Crown (Lieven de Groote), dem Sensationssieger aus dem Derby-Marathon von Berlin, und Quatuor du Bouffey (Stefan Schoonhoven), der am vergangenen Samstag noch in Wolvega in niedrigerer Klasse, aber höchst beeindruckendem Stil über eine ähnliche Distanz gewann.
25 Meter vor diesen Pferden geht ebenfalls ein Trio ins Rennen, aus dem wir die niederländischen Distanzspezialisten Valeur le Blanc (Patrick van Ooijen), in Berlin Zweiter hinter Magnat Crown unter allerdings besseren Bedingungen, und Un Gamin Impuls (Rob de Vlieger) etwas stärker einschätzen als den extrem beständigen, aber auf dieser Distanz wenig erprobten Salut (Michael Schmid). In diesem Zusammenhang muss man auch Marion Jauß besonderen Dank aussprechen, die zusammen mit »Schorsch« Ahlmann nicht nur zu den Neu-Sponsoren gehört, sondern auch ihre frühzeitig gegebene Zusage einlöste und die zwei angekündigten Pferde auf die mehr als 400 Kilometer lange Reise aus Neritz zum Heisterfeldshof schickte.
Band zwei von der 3025 Meter-Marke hat ebenfalls ein paar ganz heiße »Feger« zu bieten, vor allem den zwölffachen Jahressieger Automatic Frisia (Dr. Sjoerd van der Galien) und den einstigen niederländischen Derby-Zweiten Zizou (Michael Nimczyk), von dem Trainer Henk Grift sagt, dass ihm My Winner keine 50 Meter geben kann, wenn der Love You-Sohn sein Potenzial abruft. Young Mr Mo (Ronald de Beer) ist das gewinnärmste der 13 Pferde, fühlt sich aber auf der extremen Langstrecke besonders wohl und darf keineswegs unterschätzt werden.
Anky Kievitshof (Stuten-Derby-Siegerin 2010) tritt ...
(Foto: © by traberfoto-sx.de)Die in diesem Jahr noch sieglosen Pferde jenseits der 10.000 Euro-Marke nehmen den Bandvorteil, den die Ausschreibung ihnen einräumt, wahr, dabei sollte man nicht vergessen, dass Photo Phoenix (Tom Kooyman) vor Jahresfrist My Winner schon geschlagen zu haben schien, als er die Aktion verlor und als Erster, aber wegen unreiner Gangart bereits disqualifiziert, durchs Ziel ging. So richtig gut in Schwung ist der Fuchswallach auch dieses Mal nicht, er sollte aber mehr »Überraschungspotenzial« haben als Nuage Noire (Heiko Schwarma), Willem Zes HB (Richard Slijfer) und Stallion Canbec (Jochen Holzschuh).
... gegen ihre Nachfolgerin aus dem Jahr 2011
What a Feeling an. (Foto: © by traberfoto-sx.de)Hinter dem exzellent besetzten Hauptrennen muss sich die neu geschaffene Niederrhein-Meile um 5.000 Euro, die sich ebenfalls an die Frei für alle-Klasse wendet, keineswegs verstecken. Mit Anky Kievitshof (Rob de Vlieger) und What a Feeling (Michael Schmid) treten hier die Stuten-Derby-Siegerinnen der Jahre 2010 und 2011 an – wo hat das auf einer deutschen C-Bahn je zuvor gegeben? Dabei dürfte die zuletzt in Dinslaken imponierende »Anky« aktuell den Vorzug vor der Love You-Tochter verdienen, die 2012 noch nicht recht in Gang gekommen ist. Favoritinnen sind die beiden »Primadonnen« aber ohnehin nicht, denn El Conchita (Thomas Panschow) läuft in bestechender Form, Let the music play (Michael Nimczyk) kann – wenn er an die Spitze gelangt – einen höllischen Strich gehen, und »von hinten«, will sagen, aus der zweiten Reihe, darf man auch mit dem unverwüstlichen Hollys Boy (Frank Eickmann), den spanischen (!) Spitzentraber Nardon DF (Roland Hülskath) und auch Großverdiener Pacha de la Frette (Christophe de Groote) nicht übersehen.
Bwino EMC hat auch hier in Bedburg-Hau erste Chamcen
(Foto: © by traberfoto-sx.de)Zweite Neuschöpfung ist der Niederrhein-Cup, dessen mit je 1.500 Euro dotierte Vorläufe den Auftakt der Veranstaltung um 13:30 Uhr bzw. 14:00 Uhr bilden. Der jüngst wieder auf Erfolgskurs zurück gekehrte Ex-Seriensieger Sniper ST (Roland Hülskath) trifft in Durchgang eins auf die frische Doppelsiegerin Jette Joo (Robbin Bot) und die formstarken Nancy Starlight (NL) mit Dr. Sjoerd van der Galien, Cabina´s Girl (Tim Schwarma) und Bella Swagerman (Ronald de Beer). In der 2. Qualifikation führt der Weg zum Sieg über die talentierte Bwino EMC (Patrick van Ooijen), die sich in erster Linie mit Butterfly Boshoeve (Michael Schmid), Lady Winner (Tim Schwarma) und einem in Bestform antreten Charlie PM (Jochen Holzschuh) befassen muss. Alysia B (Ronald de Beer) und Savannah´s Boy (Jan Thijs de Jong) wären im 5.000 Euro-Endlauf an siebter Stelle der Programm auch keine wirkliche Überraschung.
Gute Stimmung versprechen die beiden Show-Nummern: Im Tandem-Sulky-Rennen (nach dem 4. Rennen) treffen drei Vertreterinnen der Sponsorenschaft, jeweils im Team mit erfahrenen Profis wie Michael Nimczyk, Rob de Vlieger und Tim Schwarma, auf Roland Hülskath und Claudia Zevens, die als Ehefrau des Vereinspräsidenten den Veranstalter repräsentiert. Eher künstlerisch geht es bei der Nummer »Stetson meets Zylinder« zu, wenn ein Western- und ein Dressur-Pferd im Sandviereck zeigen wollen, dass sie miteinander harmonieren oder, wie man heute wohl eher sagen würde, »kompatibel« sind.
[ zurück ]
Foto: © by Dirk Sandkühler
· Renntag 2012 ·
› PDF-Starterlisten› Rennbericht vom 8. September› Videos vom 8. Sept. 2012› Die Rennen 2012 in Bildern› Renntagsimpressionen 2012
Noch 81 Tage
bis zum Renntag
am 8. September 2013
· Offizielle Bedburg-Zeit ·

