Veranstalter vollauf zufrieden

Volles Haus beim »Niederrhein-Renntag«

Montag, 17.09.2018

Bereits zum dreizehnten Mal war der Heisterfeldshof in Bedburg-Hau am 16. September Schauplatz des »Niederrhein-Renntages« und platzte bei optimalen äußeren Bedingungen aus allen Nähten. Rund viertausend Zuschauer durfte Hausherr Uwe Zevens an diesem Sonntag begrüßen und zeigte sich nach den Strapazen der wie immer perfekten Vorbereitung dementsprechend zufrieden.

»Solange wir so viele Menschen im Umkreis an den Niederrhein locken können, brauchen wir uns um die Zukunft der Veranstaltung keine Sorgen machen«, sagte der Traber-Trainer im Interview und zeigte sich auch über den mit etwas über 55.000 Euro unter den Vorjahreszahlen gebliebenen Wettumsatz nicht unzufrieden. »Zeitgleich mit unserem Renntag fanden in der Umgebung zwei weitere Großveranstaltungen statt. Außerdem war die Parallelveranstaltung in Hamburg auf einem anderen Übertragungskanal für die Außenwette vermutlich nicht förderlich«, relativierte Zevens das Ergebnis am Totalisator auf Nachfrage.

Rund 4.000 Zuschauer fanden den Weg nach Bedburg-Hau - © traberfoto-sx

Dryade Boko mit dem längsten Atem

Die Prüfung mit dem größten Interesse beim wettenden Publikum war erwartungsgemäß der mit einem Dreierwette-Jackpot in Höhe von 3.000 Euro ausgestattete »Niederrhein-Marathon«, in dem sich zwölf Teilnehmer aus zwei Bändern um 8.000 Euro an Preisgeldern stritten, darunter mit Glen Ord Superb (Robbin Bot) der norwegische Derbysieger von 2015, der mit über 330.00 Euro deutlich mehr Geld auf dem Konto hatte und nach wie vor hat als alle seine elf Gegner zusammen. Zum Sieg reichte es für den 17:10-Favoriten beim Deutschland-Debüt dennoch nicht. Nach einem Rumpler in der Startphase war der Grift-Schützling am Ende zwar der beste Starter aus dem zweiten Band, 25 Meter-Zulage waren an diesem Tag aber auch für ihn zu viel.

Die Nase vorne hatte letztendlich eine von nur zwei Stuten im Feld, die Holländerin Dryade Boko. Danny Brouwer beorderte die Achtjährige aus dem Trainingsquartier von Appie Bosscha eingangs zum Schlussbogen aus der »Todesspur« an die Spitze und behielt das Heft bis zum Pfosten fest in der Hand. Erst deutlich hinter Dryade Boko sicherte sich Napster (Jochen Holzschuh) das zweite Geld vor dem ohne Wetten laufenden Irrwisch (Nicole Hildebrandt).

Impression vom 13. Niederrhein-Renntag - © traberfoto-sx

Rennen ohne Sieger

Mit einem Kuriosum endete der »Große Preis der Elterninitiative Kinderkrebsklinik Düsseldorf«. Nach drei sogenannten Heats hatten sich hier drei Gespanne für das alles entscheidende »Race off« entschieden, doch am Ende standen alle mit leeren Händen da. Auf der ultrakurzen Distanz von 600 Metern blieb nur der routinierte Dancing Noble ohne Fehler, kam um eine Disqualifikation durch die Rennleitung jedoch trotzdem nicht herum. Aufgrund einer Fahrspurveränderung mit Behinderung eines Teilnehmers zeigten die Stewards dem Elfjährigen nachträglich die »rote Karte« und belegten Fahrer Ruud Pools mit einer Strafe von 100 Euro plus sieben Tagen Fahrverbot.

Immosand und El Raul von vorne

Sportlich höher im Wert stand in Bedburg-Hau die »Niederrhein-Meile«, in der sich der favorisierte Immosand (Jochen Holzschuh) nach flottem Beginn Start-Ziel souverän gegen Faday Scott (Rob de Vlieger) durchsetzte. Dieselbe Taktig wählte El Raul (Sytske de Vries) im gleichfalls mit 2.950 Euro dotierten »Niederrhein-Monté« und kam damit zu einem überraschenden Erfolg gegen Sattelcrack Garry. Deutschlands Trabreit-Championesse Ronja Walter setzte auf dem Wallach im Endkampf zwar alle Hebel in Bewegung, musste am Pfosten aber einen hauchdünnen Vorteil des mit 25 Meter Vorsprung auf die Reise gegangenen Herausforderers anerkennen.

Buntes Familienprogramm und viel Einsatz für den guten Zweck

Für Begeisterung sorgten beim »13. Niederrhein-Renntag« traditionell nicht nur die zwölf Trabrennen, auch das mit viel Leidenschaft und einer großen Charity-Komponente auf die Beine gestellte Rahmen- und Showprogramm wusste die zahlreichen Gäste zu überzeugen. Besonderes Augenmerk fiel dabei bspw. auf das Maskottchen-Rennen mit »Erwin« von Schalke 04, aber auch ein Minitraber-Rennen und der Einsatz der Fußball-Profis Oliver Fink und Axel Bellinghausen von Fortuna Düsseldorf im Tandem-Sulky sorgte für gute Unterhaltung.

Emotional wurde es bei der Verabschiedung von For Children Living, die im vergangenen Jahr bei nur acht Engagements über 3.000 Euro für die Elterninitiative Kinderkrebsklinik Düsseldorf zusammentrabte. Die Stute musste ihre Karriere wegen einer Sehnenverletzung beenden und wurde zu den Klängen von »Time to Say Good Bye« mit kräftigem Applaus gebührend verabschiedet. Ihre Nachfolge als Charity-Stute tritt Halbschwester Fight for Children an. Deren Renngewinne wandern ebenso auf das Konto der Elterninitiative wie die Erlöse der großen Verlosung, bei der es auf dem Heisterfeldshof als Hauptpreis eine AIDA-Reise zu gewinnen gab.

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Foto: © by Dirk Sandkühler

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