Vorschau - 6. Niederrhein Renntag

Wieder erstklassiger Sport in Bedburg-Hau

Mittwoch, 07.09.2011

Titelverteidiger My Winner will den »Großen Preis der Volksbank Kleverland« erneut gewinnen – Hollys Boy und Stallgefährte Narval d´Ecajeul müssen gleichfalls 50 Meter aufholen – Lincolns Crown kann die Favoriten kitzeln – Fahrerisch erstklassig besetzt auch das »Ötte« Dötsch-Memorial

(rvbh-press) Zum sechsten Mal seit 2006 wird am Samstag (erster Start um 14:00 Uhr) der »Niederrhein-Renntag« auf dem Heisterfeldshof der Familie Zevens in Bedburg-Hau durchgeführt. Zehn Trabrennen, die allesamt auch bundesweit zu bewetten sind, und zwei Kaltblutrennen, bei denen man höchstens eine Privatwette nach dem Motto »Meiner vor Deinem« abschließen kann, werden angeboten, wobei mehr als 22.000 Euro an Rennpreisen (zzgl. 10 % an Züchterprämien) – vor allem durch Sponsoren finanziert – an die Besitzer und Trainer der Pferde gehen.


Kommt immer wieder gerne nach Bedburg auf
den Heisterfeldshof: Trainer Henk Grift
(Foto: © by Foto-Agentur Sabine Sexauer)
Den größten Teil davon, stolze 10.000 Euro, stellt die »Volksbank Kleverland« als Sponsor des »Niederrhein-Marathon« zur Verfügung. Über 3000 Meter und mehr bewerben sich elf Pferde und diesen »Geldregen«, der in einem Einzelrennen auf einer so genannten »ländlichen Trabrennbahn« ohne Parallele ist. Erneut mit dabei ist Titelverteidiger My Winner, der vom aktuellen deutschen Champion Roland Hülskath gefahren wird. Sein Trainer, Henk Grift, war vom Engagement und der Organisation in Bedburg dermaßen begeistert, dass er schon unmittelbar nach dem Sieg seines 550.000 Euro »schweren« Wallachs eine Rückkehr in diesem Jahr versprach.

Er hat Wort gehalten, und nicht nur das, er bringt mit Narval d´Ecajeul, den er selbst fährt, einen weiteren »Hochkaräter« und Gewinner von rund 385.000 Euro mit, auch wenn dessen Form momentan nicht die allerstärkste ist. Mit ihnen von einer Marke geht mit Hollys Boy (Frank Eickmann) ein stets sein Bestes gebender Inländer, der im Siegfalle die 200.000 Euro-Grenze überschreiten wurde. 25 Meter davor startet mit Lincolns Crown (Michael Nimczyk) ein aufstrebender Hengst, dessen Können – in Verbindung mit der Vorgabe – durchaus genügt, um die Favoriten durchaus zu ärgern. Der aus den Niederlanden anreisende Distanz-Spezialist Valeur le Blanc (Chantal van Ooijen) ist dagegen – ebenso wie der frische Sieger Entertainer (Hans-Theo Giesel) und der Schimmel Thor Boshoeve (Silvia Raspe) – bestenfalls Platzgeldkandidat. Ein Auge haben sollte man auf Quartz d’Arbaz (Jens-Holger Schwarma), der zuletzt in Dinslaken auf sich aufmerksam machte.

Noch einmal 25 Meter vor diesen Pferden und damit sogar 50 hinter den Großverdienern stehen mit Wisconsin River (Rob de Vlieger) und Photo Phoenix (Kurt Roeges) zwei interessante Pferde, die nach Klasse mit My Winner & Co. vielleicht nicht mithalten können, die aber durchaus in der Lage sind, ein gehöriges Tempo zu gehen. Ölltorps Indian (Gerrit Gommans) dürfte mit der Aufgabe hingegen klar überfordert sein. Auf die Wetter wartet in diesem Rennen ein Jackpot in der Siegwette von ebenfalls nicht alltäglichen 3.000 Euro, gesponsert von der Firma Kersjes, Garten- und Landschaftsbau. Mit einem solchen Jackpot zahlte My Winner im Vorjahr 91:10, kaum vorstellbar, dass er dieses Mal erneut so unterschätzt wird.


Der vierjährige Hengst Beissinger läuft für den »Besitzer für einen
Tag« (Foto: © by Uwe Stelling)
Fahrerisch erstklassig besetzt ist das »Ötte Dötsch-Memorial«, ein Rennen, das es in dieser Form auf keiner anderen deutschen Rennbahn gibt. Miteinander liierte oder verwandtschaftlich verbundene Paare treten in diesem Handicap gegeneinander an, wobei die fünf weiblichen »Kombattanten« mit ihren Pferden 25 Meter vor den Männern ins Rennen gehen. Der zweifache deutsche Champion Michael Nimczyk (25) geht mit dem vierjährigen Hengst Beissinger trotz dieser Zulage als Favorit ins Rennen, während seine Lebensgefährtin Stephanie Kolenda (23) mit Jette Way das möglicherweise chancenreichste Pferd der Damenriege steuert. Sollte Beissinger tatsächlich gewinnen, wird er nicht nur Rennvereins-Präsident Uwe Zevens (50), in dessen Farben er startet, sondern auch einen momentan noch nicht bekannten Menschen glücklich machen. Ein nach dem 2. Rennen ausgeloster Besucher kann nämlich »Besitzer für einen Tag« dieses Pferdes werden und würde jeden Rennpreis, den Beissinger in diesem Rennen erzielt, gleichfalls ausgezahlt bekommen. Das wären im Idealfall 700 Euro.


Cathrin Nimczyk gehört zu den Teilnehmer-
innen am »Ötte Dötsch-Memorial«
(Foto: © by Foto-Agentur Sabine Sexauer)
Sollte Beissinger hingegen patzen – was nicht zu erwarten ist – bekäme der Gewinner noch eine zweite Chance im 9. Rennen, wo die Pferde in der Hand von Amateurfahrern ein zweites Mal um den gleichen Rennpreis antreten. Neben Michael Nimczyk und Stephanie Kolenda nehmen der niederländische Spitzentrainer Rob de Vlieger (47) und seine Lebensgefährtin, die amtierende Amateur-Championesse Hiltje Tjalsma (32), der Rennsport-Journalist, Züchter und Amateurfahrer Hans Sinnige (44) und seine Lebensgefährtin, Profi-Trainerin Sjoukje Wagenaar (36) sowie Thorsten Tietz (33), der 2011 erstmals in den Kampf um die »Helme« unter den deutschen Profis eingreift, der mit seiner Lebensgefährtin Sarah Kube (27), erste Anwärterin auf das Championat der Amateure, extra zwischen zwei Renntagen dort aus Berlin anreist. Vervollständigt wird das Feld durch Wolfgang Nimczyk (54), der mit seiner Tochter Cathrin (20), ihres Zeichen amtierende deutsche Meisterin der Trabreiter, ein schlagkräftiges Team bilden wird.

Sie wird sich im ersten Lauf des »Niederrhein-Allrounder« sicher ein »heißes« Duell mit ihrer Dauerrivalin Marisa Bock liefern, denn die beiden jungen Damen reiten mit Nepomuk (Cathrin Nimczyk) und Fighter S.L. die beiden Favoriten. Vaudeville K., die die amtierende deutsche Amateur-Championesse Silvia Raspe (25) im Sattel hat, ist gleichfalls ein Spezialist für diese Disziplin. Gut eine Stunde später kann es vor dem Wagen kann wieder ganz anders aussehen, möglicherweise werden dort Nuke It Baby (Anja Giesen) oder Primas Prinzess (Jochen Holzschuh) ihre Stärken ausspielen können. Erwähnung verdient natürlich auch das Gästefahren, dass nach einjähriger Pause eine Neuauflage erlebt. Zu den Teilnehmern gehört neben ehemaligen Profis und Amateuren auch der Champion-Jockey und –Trainer der Galopper, Peter Schiergen.

Die Tipps zum Renntag:

  1. Rennen: LR Phoenix – Elando Hanover – Sadie de la Busso
  2. Rennen: Nepomuk – Fighter S.L. – Vaudeville K.
  3. Rennen: Yersin Boko – John Jademan – Unita Houberg
  4. Rennen: Beissinger – Eminenz – Jette Way
  5. Rennen: My Winner – Lincolns Crown – Photo Phoenix
  6. Rennen: Primas Prinzess – Nepomuk – Fighter S.L.
  7. Rennen: Yersin Boko – Afreiha – John Jademan
  8. Rennen: Alves Boko – Mylovepaula – Jordis
  9. Rennen: Beissinger – Eminenz – Jette Way
10. Rennen: Absolut Newport – Yucatan Charisma – Paris Fire

 

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Foto: © by Dirk Sandkühler

Noch 102 Tage
bis zum Renntag
am 20. September 2026

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